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Robin Streicher

aus Mundelsheim

In der Vergangenheit gehörte mein Herz den Supersportlern, aber vor etwa zwei Jahren stoße ich auf eine angefangene Güllepumpe. Ich beschloss, auf etwas entspanntes mit mehr Stil umzusteigen. Schon immer bastelte ich an meinen Motorrädern herum und der Drang einen gewagten Umbau durchzuführen übernahm mich. Also kaufte ich mir das Bike und startete mit einem mir komplett fremden Projekt.

Als erstes nahm ich das Moped bis auf die letzte Schraube auseinander. Ab diesem Zeitpunkt war klar, dass am Ende nicht allzu viele Originalteile übrig bleiben werden.
Das Kürzen des Rahmens blieb mir erspart, da der Vorbesitzer dort schon Hand angelegt hatte. Anschließend fing ich an, alle Rahmenteile und Anbauteile wie Stummellenker, Gabel, Armaturen, sämtliche Halterungen, sowie die geliebte Kardanschwinge und vieles mehr in mattschwarz zu lackieren. Parallel dazu brachte ich den kompletten Motor zum Glasperlenstrahlen, so dass dieser vom alten Lack gründlich befreit werden konnte. Darauf folgend bekam der Motor auch eine matt schwarze Lackierung. Als alle Einzelteile neu aufbereitet waren, ging es darum, sie auch wieder richtig zusammenzubauen.

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Ich baute erstmal den kompletten Rahmen zusammen und montierte Gabel, Stummellenker, Schwinge, Armaturen und die Felgen. Nun stand die Gülle wieder auf ihren 2 Rädern und es wurde Zeit den Motor einzubauen. Gott sei Dank lief alles reibungslos ab und ich baute umgehend den Kühler und Kreislauf des Kühlers, sowie einen Flachmann als Kühler-Überlaufbehälter ein. Hierbei ersetzte ich direkt alle Dichtungen, um Inkontinenz vorzubeugen.


Das Bike stand nun nur mit dem Motor im Hobbyraum woraufhin ich auch die sonderangefertigte Auspuffanlage montierte. Ein Kumpel und ich fingen an einen neuen, angepassten Kabelbaum zu entwickeln. Wir begannen bei der Zündung und arbeiteten uns komplett durch, bis jedes Kabel neu war. Der erste Meilenstein war erreicht. Weiter ging es mit dem Isolieren der Kabel. Um diesen teilweise unsichtbar zu machen, zog ich den Kabelbaum an einigen Stellen durch den Rahmen. Als nächstes wurden neue Blinker und ein neues Licht montiert. Jetzt fehlte nicht mehr viel, für den Tank und den Höcker wollte ich etwas sehr spezielles, mit einem gewissen Wiedererkennungseffekt.

Ich setzte mich mit dem Vorbesitzer (Ralf) in Verbindung. Da er ein guter Blechbatscher ist wusste ich, dass ich hier gut aufgehoben sein werde. Er fertigte mir einen angepassten Höcker aus Aluminium für das gekürzte Heck an und veränderte auf Wunsch den Tank. Es passte perfekt. Die Linie und die Form des Bikes kamen hier das erste Mal super zur Geltung. So wie ich bin, wollte ich etwas ganz extravagantes ausprobieren und vom schlichten soliden Cafe Racer weg. Es sollte ein Kontrast zum Gewöhnlichen, Normalen werden. Der Gedanke dabei war allerdings etwas tiefsinniger, mein Ziel war es mit Hilfe der Lackierung, die Geschichte des Cafe Racers widerzuspiegeln. Hierfür setzte ich mich mit einer guten Freundin (Steffi), einer genialen  Airbrusherin, zusammen und teilte ihr meine Überlegungen mit. Sie war direkt Feuer und Flamme für meine Idee. Trotz ausgefallen, sollte es etwas sehr Edles und Hochwertiges werden, also wurde alles zuerst mit Blattsilber belegt und hinterher ausschließlich mit schwarz bearbeitet.

Nun ging es ums Design. Meine Idee waren zwei unterschiedliche dicke Streifen von Vorn bis Hinten durchgezogen, im Hintergrund sollte eine Zielflagge zu sehen sein. Im Anschluss begann ich, die Motive der Geschichte nach auf den Streifen anzuordnen. Sie umfassen mehrere bekannte Logos der damaligen Szene wie zb. Notenspiel, Billardkugel (schwarze 8), eine Spielkarte, das Ace Cafe Logo, ein „garage built“ Logo, ein Schraubenschlüssel, eine Cafétasse, ein altes Mikrofon, eine Vinyl Platte und weitere kleine Details. Für die seitliche Ansicht vom Tank, wurden in den Oberschenkel- Mulden jeweils die Union Jack und mittig mein Logo eingesetzt. Das Ergebnis wurde einfach Super! Als die liebe Steffi mit der Lackierung fertig war, montierte ich den Hocker und den Tank umgehend. Es war ein unbeschreibliches Gefühl das Bike endlich fertig zu sehen!


Daraufhin fertigte ich mir noch schnell eine Kennzeichenhalterung und eine provisorische  Sitzbank an, um endlich fahren zu können. Meine erste Ausfahrt mit diesem Schmuckstück war super, sie ging ca. 350 km und ich besuchte den Vorbesitzer Ralf wie auch meine Airbrusherin Steffi, um Ihnen das fertige Bike zu zeigen. Am Ende des Projektes besuchte ich natürlich noch den TÜV und lies alles eintragen und diverse Einzelabnahmen machen. Alles wurde problemlos eingetragen und ich bekam das TÜV- Siegel. Mittlerweile schmückt sie den Eingangsbereich unserer Firma und wartet nur auf besseres Wetter um wieder voll durchstarten zu können.


Weitere Bilder zum kompletten Umbau in Facebook auf der RTS Custom Seite
( http://www.facebook.de/rtscustom )


Bilder zum Airbrusch unter http://www.airwitch.eu

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